Natur als Person

(Vortrag und Diskussion)

 

Oder genauer:
Tiere, Pflanzen, Flüsse, Berge, Erde als Person
– eine neue ökologische Bewegung

08. Juni 2018 in Köln

 

veranstaltet durch den
Verein zur Erforschung zukunftsfähiger Lebensstile e.V.

 

 

Nicht nur in unserem Rechtssystem werden alle Lebewesen außer dem Menschen faktisch als Sachen, also als Objekte betrachtet. In dem etabliertem westlichen Verständnis von Natur können generell nur Menschen und zudem einige hochentwickelte Säugetiere „Subjekte“ sein, also als Wesen betrachtet werden, die einen Willen, ein Bewusstsein, eine eigene Persönlichkeit haben, entsprechend handeln und kommunizieren können. (Seit geraumer Zeit wird dies auch einigen Vogelarten zugesprochen.) Doch nur Menschen haben explizite Rechte.

Seit einem Jahrzehnt zeigt sich aber eine bemerkenswerte Entwicklung in der Welt. Eine Bewegung ist entstanden, die sich dafür einsetzt, dass auch vermeintliche „Objekte der Natur“ Rechte erhalten und als (Rechts-)Personen anerkannt werden. Einzelne Staaten haben erstaunliche Beschlüsse zu Flüssen, Landschaften oder der Erde gefasst. Im Rechtssystem der UNO finden sich interessante Entwicklungen. Bürgerinitiativen haben sich gegründet. Juristen, Ökonomen, Philosophen und Theologen denken darüber nach: Können Tiere, können Bäume Rechte haben? Die Veranstaltung soll einen Überblick über diese neue Bewegung geben und  die dazugehörige umweltethische, politische und juristische Diskussion beschreiben sowie einige Pfade ausloten, wie eine Welt aussehen kann, in der einiges, was vorher „Sache“ oder Objekt war, nun eine Person wäre.

 

Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Berliner Straße 462, 51061 Köln
Referent: Julio Lambing

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts Bildung Gutes Leben statt.